Nord

Pfarrbereich Querfurt-Nord

Osterhausen

 

Die evangelischen Christen der Orte Großosterhausen (mit Kleinosterhausen und Sittichenbach) sowie Rothenschirmbach und Hornburg gehören zur evangelischen Kirchengemeinde Osterhausen-Rothenschirmbach.

Landschaftlich reizvoll im Rainbachtal gelegen – im Norden von den Ausläufern des Harzes begrenzt – hat der Ort Osterhausen mit dem mächtigen Kirchturm der Wigbertkirche gleichsam sein Wahrzeichen.

Die gotische Kirche dient als Versammlungsraum für die Gottesdienstgemeinde und für kirchenmusikalische Anlässe.

Möglichst allen Altersgruppen soll das Gemeindeleben offen stehen: in wöchentlich stattfindenden Kreisen der Christenlehre, des Flötenkreises und des Bastelkreises, in vierzehntägigen Treffen des Frauenchores sowie im monatlichen Treffen des Seniorenkreises.

Es bestehen traditionell gute ökumenische Kontakte zur Katholischen Kirchengemeinde in der Region.

 

Osterhausen ist zugleich Sitz der Pfarrstelle Querfurt-Nord für folgende weitere Kirchengemeinden: Farnstädt mit Alberstedt, sowie Schraplau, Esperstedt, Steigra mit Kalzendorf und Jüdendorf, Schmon-Leimbach

 

Rothenschirmbach

 

Rothenschirmbach gehört zum Pfarrbereich Osterhausen.

 

Die alte, vermutlich schon im 10. Jahrhundert gegründete und dem Heiligen Pancratius geweihte Kirche wurde im Jahre 1893 innerhalb eines knappen Jahres durch diese neue

im Bild zu sehende Kirche aus dem hier typischen Rotsandstein ersetzt.

 

Am 11. Juni 2006 wurde sie offiziell als Autobahnkirche, die 4. in Sachsen-Anhalt, eingeweiht. Im September 2005 hatte sich ein Förderkreis für die Autobahnkirche konstituiert. Er sorgt unter anderem dafür, dass die tägliche Öffnung der Kirche gewährleistet ist. Die Kirche lädt mit ihren farbenprächtigen Glasfenstern zum Verweilen und zum Gebet ein.

 

Sittichenbach

 

Im Ortsteil Sittichenbach nutzt die evangelische Gemeinde eine kleine Klosterkapelle

für Gottesdienste, sowie musikalische Aufführungen. Diese Kapelle ist das einzige gut erhaltene Bauwerk aus der Zeit des 1141 gegründeten Zisterzienserklosters Sittichenbach. Von hier aus wurden seinerzeit die bekannten Tochterklöster Lehnin und Chorin gegründet.

 

Die Mönche befassten sich mit dem Trockenlegen von Sümpfen und der Weiterentwicklung von landwirtschaftlichen Gerätschaften. Im nahe dem Kloster gelegenen Berg wurde eine Quelle durch das Vorantreiben eines Stollens gefunden und diese zur Wasserversorgung des gesamten Klosters und seines Fischteiches genutzt.

Erster Abt von Sittichenbach war Vokuin, der zwar niemals offiziell heilig gesprochen wurde, in der Region aber als Volksheiliger galt. Von ihm ist mindestens eine Predigt schriftlich überliefert worden und die Abtdarstellung im Museum Querfurt stellt ihn wahrscheinlich dar.

Heute zeugen u.a. die Klosterkapelle, der Mönchstollen, die Alte Schmiede und das Schäferhaus von der bedeutenden Geschichte des Ortes