Wir über uns

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Markus 9,24


Jahreslosung 2020

Eine Nonne fährt mit dem Auto über eine verlassene Landstraße. Dann geht ihr das Benzin aus. Sie geht zu Fuß zur nächsten Tankstelle. Da sie den Kanister vergessen hat, gibt ihr der Tankwart, der ein weiches Herz hat, schließlich einen Nachttopf voll Benzin. Die Nonne geht mit dem Nachttopf zu ihrem Auto zurück und beginnt, das Benzin einzufüllen. Da kommt ein Auto vorbei, hält an. Der Fahrer kurbelt das Fenster runter und sagt: "Schwester, ihren Glauben möchte ich haben..."

Im Markusevangelium wird folgende Begebenheit erzählt: Jesus trifft auf einen von Kindheit an kranken Jungen. Der Vater spricht Jesus verzweifelt an:

„Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!“

Jesus antwortet ihm: „Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben.“

Der Witz und die Heilungsgeschichte zeigen uns zwei Menschen, die zwar einen Glauben haben, ihn sich aber anders, tiefer wünschen. Auch wir wollen glauben, wollen vertrauen, für ein gutes Leben, um unserer selbst willen.

Ob wir mit Skepsis und Sorge oder eher mit Neugier und Zuversicht auf das vor uns liegende neue Jahr 2020 blicken, bitten wir doch – mit den Worten der Jahreslosung 2020 - darum: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben.“ (Mk 9,24)

Sollten wir dann mit Glauben überraschend beschenkt werden, könnten sich unsere Sichtweisen, ja unser Handeln verändern. Das Unmögliche kann möglich werden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erwartungsfrohes, Glaubens-volles, gesegnetes Jahr 2020!  


Pfarrer Falko Schilling